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How to Zine - Wir machen ein Zine!

21.01.2026


zines

Was ist ein Zine?

Ein Zine ist ein Mini-Magazin. Da es so klein ist, wird das „Maga“ einfach weggelassen und so wird es zum Zine. Doch nicht nur das: Ein Zine kommt ohne Hochglanz und ohne große Verlage aus. Es ist etwas Selbstgemachtes.

So kann ein Zine vieles sein, doch eines ist es immer: persönlich. Das Format ist dabei fast egal. Es gibt Zines in allen Formen und Farben. Der Klassiker ist wohl das 8-Seiten-Zine aus einem DIN-A4-Blatt. Aber auch schlicht getackerte A5-Hefte sind Zines.

Inhaltliche Zinearten

Inhaltlich gibt es keine Grenzen. Hier eine Aufzählung dessen, was ein Zine alles sein kann: DIY-Zines mit Bastelanleitungen, Info-Zines, Foto-Zines, Per-Zines mit persönlichen Meinungen, TTRPG-Zines mit kleinen Rollenspielen, Cook-Zines mit Rezepten, Art-Zines mit Bildern, Academic-Zines, Musik-Zines mit Songs, Fanart zu Songs oder eigenen Songs, Comic-Zines, Politik-Zines sowie Lyrik- oder Literatur-Zines (Lit-Zines) – und und und …

Du siehst: Es gibt viele Subgenres im Zine-Bereich, in denen man sich austoben kann.

Die Zine-Community

Zines gibt es auf der ganzen Welt und die Community der Zine-Begeisterten ist groß. Ursprünglich wurden Zines gemacht, um sich auszutauschen, zum Beispiel über Musikbands. Den genauen Ursprung müsste ich hier noch einmal recherchieren. Du kannst dich von der Community inspirieren lassen, zum Beispiel hier:

Reddit: https://www.reddit.com/r/zines

Discord: Zines and Zinesters

oder ganz klassisch: googeln ;-)

Material: Was du brauchst

Zwingend brauchst du nur ein A4-Papier und einen Stift. Eine Schere zum späteren Einschneiden ist ebenfalls hilfreich. Theoretisch könntest du das Papier auch einreißen – ganz deine Entscheidung. Hier ist mein kleines, persönliches Basis-Zine-Set:

  1. A4-Papier
  2. Fineline Größe: S
  3. Klebestift
  4. Falzbein
  5. Bastelmesser mit Matte
  6. Korrekturroller
Meine Zine-Materialien

Mit dem Korrekturroller lassen sich kleine Fehler ausbessern. Keine Sorge: Auf den späteren Kopien sieht man diese Korrekturen nicht mehr. Falls einmal eine ganze Seite „in die Hose geht“, kannst du sie auch komplett herausschneiden und eine neue Seite einkleben. Auch das fällt später nicht auf.

Das Falzbein dient dazu, die Falten sauber nachzudrücken, damit sich dein Zine später besser schließt. Das Bastelmesser hat sich für mich als guter Ersatz für die Schere erwiesen, da sich damit präzisere Schnitte machen lassen.

Schritt 1: 8-Seiten-Zine falten

Das wohl einfachste und schnellste Zine-Format ist das achtseitige Zine, gefaltet aus nur einem DIN-A4-Blatt. Dazu faltest du das Papier der Länge nach in der Mitte – die sogenannte Hotdog-Faltung. Anschließend klappst du das Papier wieder auf und faltest es quer (Hamburger-Faltung). Wenn du das Papier erneut auffaltest, siehst du ein Kreuz in der Mitte. Großartig! Nun haben wir bereits vier Seiten – wir brauchen jedoch acht.

Lege das Papier quer vor dich und falte nun die linke und die rechte Seite jeweils zur Mitte. Nach dem Aufklappen hast du acht gleich große Felder, wie in der Abbildung unten gezeigt.

Layout eines Zines

Zine gestalten!

Jetzt kannst du loslegen und dein Zine mit eigenen Inhalten füllen. Du kannst schreiben, malen, kleben und skizzieren. Am besten beginnst du mit der Titelseite und legst dich auf ein Thema fest. Danach stehen dir drei volle Doppelseiten und eine Rückseite zur Verfügung. Die Faltungen geben dir Orientierung. Schau dir nochmal das Layout oben an, damit du ein Gefühl für die Seitenposition bekommst. Mir persönlich hilft es, vorher grob zu skizzieren, welche Inhalte auf welche Seite sollen. Dafür reichen oft Stichworte. Auch Ausschnitte aus Zeitschriften können eine schöne Inspiration für deine Zines sein.

Schneiden und Formen

Falte das Papier nun noch einmal quer (Hamburger-Faltung). Nimm eine Schere und schneide entlang der Mittellinie von der Querfalz bis zur nächsten Querfalz. So entsteht ein Schlitz in der Mitte des Papiers. Falte das Papier wieder auf und falte es längs (Hotdog-Faltung), sodass der Schnitt oben liegt. Greife das Papier an beiden Enden und schiebe es zusammen, bis sich in der Mitte eine Raute bildet. Drücke weiter, bis eine Kreuzform entsteht. Jetzt kannst du die vier Seiten so zusammenfalten, dass ein kleines Buch entsteht. Zum Schluss noch die Kanten glattstreichen – fertig ist dein 8-Seiten-Zine!

Zines schneiden

Bring es unter die Leute! Kopieren!

Hast du dein Zine fertig? Klasse! Lege es auf einen Kopierer und mache ein paar Kopien, um es mit Freund*innen zu teilen. Wichtig: Behalte das Original immer selbst, damit du jederzeit Nachdrucke anfertigen kannst. Nach dem Kopieren musst du die Zines nur noch falten und einschchneiden. Das ist etwas Fleißarbeit – aber die Mühe lohnt sich!


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